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Fördergegenstände und Antragsfristen

Gleichstellungsprojekte

  • Gefördert werden gleichstellungspolitisch bedeutsame Vorhaben, das sind insbesondere Gleichstellungsprojekte mit überregionalem Wirkungskreis, modellhaftem oder innovativem Charakter sowie kurzzeitige Vorhaben, zum Beispiel Tagungen und Seminare.
  • Zuwendungsempfänger sind rechtsfähige Vereine und andere juristische Personen, die ihren Sitz im Freistaat Sachsen haben, als gemeinnützig anerkannt sind und deren satzungsmäßiger Zweck die Gleichstellung und Chancengleichheit von Frauen und Männern beinhaltet, sowie Gemeinden und Landkreise im Freistaat Sachsen.
  • Die Zuwendungen können bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens 25.000 Euro pro Haushaltsjahr bei überregionalen, modellhaften oder innovativen Gleichstellungsprojekten betragen. Entsprechende Anträge auf Förderung sind bei der Bewilligungsbehörde bis zum 31. Oktober für das Folgejahr zu stellen.
  • Für kurzfristige Vorhaben können bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, in der Regel bis zu 5.000 Euro, gefördert werden. Die Anträge auf Förderung sind spätestens zwei Monate vor Beginn des Vorhabens zu stellen.

Projekte zur Förderung der Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt

  • Gefördert werden Vorhaben, die für die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt bedeutsam sind. Das sind insbesondere Vorhaben mit überregionalen Wirkungskreis, modellhaftem oder innovativem Charakter, landesweit bedeutsame Einzelvorhaben, welche die gleichberechtigte Teilhabe von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTTIQ*) zum Ziel haben und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, wie auch Tagungen und Seminare.
  • Zuwendungsempfänger sind rechtsfähige Vereine und andere juristische Personen, die ihren Sitz im Freistaat Sachsen haben, als gemeinnützig anerkannt sind und deren satzungsmäßiger Zweck die Bekämpfung von Diskriminierung und die gleichberechtigte Teilhabe von LSBTTIQ* beinhaltet, sowie Gemeinden und Landkreise im Freistaat Sachsen.
  • Die Zuwendungen können bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 25.000 Euro pro Haushaltsjahr bei überregionalen, modellhaften oder innovativen Projekten betragen. Entsprechende Anträge auf Förderung sind bei der Bewilligungsbehörde bis zum 31. Oktober für das Folgejahr zu stellen.
  • Für Tagungen, Seminare und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit können bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, in der Regel bis zu 5.000 Euro, gefördert werden. Die Anträge auf Förderung sind spätestens zwei Monate vor Beginn des Vorhabens zu stellen.

Projekte von Kommunen

  • Gefördert werden Vorhaben der Öffentlichkeitsarbeit und gleichstellungspolitische Aktivitäten von hauptamtlich bestellten Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise und Kreisfreien Städte des Freistaates Sachsen.
  • Zuwendungsempfänger sind Landkreise und Kreisfreie Städte des Freistaates Sachsen.
  • Die Zuwendung beträgt bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch bis zu 3.000 Euro pro Haushaltsjahr.

Projekte zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt und von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung

Frauen- und Kinderschutzeinrichtungen

Lebens- oder gesundheitsbedrohender Gewalt im häuslichen Bereich gegen Frauen und ihre Kinder ist schnell und wirksam zu begegnen. Frauen- und Kinderschutzeinrichtungen sind anonyme Zufluchtsstätten im Freistaat Sachsen, die von häuslicher Gewalt bedrohte oder davon betroffene Frauen und ihre Kinder aufnehmen, beraten und unterstützen.

  • Zuwendungsempfänger sind die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, die ihnen angeschlossenen Vereinigungen und andere rechtsfähige Vereinigungen.
  • Die jährliche Zuwendung für den Betrieb der Frauen- und Kinderschutzeinrichtung beträgt bis zu 2.550 Euro pro vorgehaltenen Platz im Kalenderjahr.
  • Leistungen für Supervision und Weiterbildung sind in der Pauschale mit enthalten. Vorhaben der Öffentlichkeitsarbeit können zusätzlich gefördert werden.
  • Darüber hinaus können der Neubau, Umbau und die Sanierung sowie Ausstattung der Frauen- und Kinderschutzeinrichtungen gefördert werden.

Interventions- und Koordinierungsstellen

Interventions- und Koordinierungsstellen beraten und unterstützen von häuslicher Gewalt Betroffene und leisten einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung der an der Bekämpfung häuslicher Gewalt beteiligten staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen auf regionaler Ebene.

  • Zuwendungsempfänger sind die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, die ihnen angeschlossenen Vereinigungen und andere rechtsfähige Vereinigungen.
  • Die jährliche Zuwendung für den Betrieb der Interventions- und Koordinierungsstelle setzt sich aus einem Grundbetrag von bis zu 44.000 Euro und einem Einwohnerbetrag von bis zu 0,04 Euro pro Einwohner im Einzugsgebiet zusammen.
  • Zusätzlich können Vorhaben der Öffentlichkeitsarbeit gefördert werden.

Täterberatungsstellen

Täterberatungsstellen ergänzen das Hilfenetz gegen häusliche Gewalt. Sie wirken darauf hin, dass gewalttätige Frauen und Männer Verantwortung für das eigene Gewalthandeln übernehmen, sich in das Opfer einfühlen und Konflikte partnerschaftlich und gewaltfrei lösen.

  • Zuwendungsempfänger sind die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, die ihnen angeschlossenen Vereinigungen und andere freie Träger.
  • Die Zuwendung beträgt pro Täterberatungsstelle bis zu 72.000 Euro jährlich.

Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel zum Zwecks der sexuellen Ausbeutung und für Opfer von Zwangsverheiratung

Die sachsenweite Beratungsstelle soll Opfern von Menschenhandel und Zwangsverheiratung helfen. den Opfern soll eine qualifizierte psychosoziale Beratung und Betreuung angeboten sowie eine sichere Unterbringungsmöglichkeit vermittelt werden.

  • Gefördert wird eine Beratungsstelle im Freistaat Sachsen.
  • Zuwendungsempfänger sind rechtsfähige gemeinnützige Vereinigungen.
  • Die Zuwendung beträgt bis zu 75.000 Euro pro Jahr.

Existenzgründungen von Frauen im ländlichen Raum

Ziel der Förderung ist es, die Lebens- und Erwerbssituation von Frauen im ländlichen Raum zu verbessern und damit die Durchsetzung der Chancengleichheit von Frauen und Männern zu unterstützen.

  • Gefördert werden Existenzgründungen von Frauen im ländlichen Raum mit dem Ziel, eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufzubauen, die dauerhaft zum Haupterwerb der Existenzgründerin führt.
  • Zuwendungsempfängerinnen sind Frauen, die ihren Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt im Freistaat Sachsen haben und im ländlichen Raum ein Unternehmen aufbauen wollen.
  • Die Zuwendung wird einmalig gewährt und beträgt maximal 6.000 Euro und maximal 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben.
  • Stichtag für Förderung im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres: 31. März.
  • Stichtag für Förderung im ersten Halbjahr des Folgejahres: 31. Oktober.

 

 

Stand: März 2016