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Zwangsheirat

Zwangsheirat ist eine Form der Menschenrechtsverletzung, die in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht hingenommen werden kann. Sie verstößt gegen das Recht auf Freiheit der Eheschließung, wie es beispielsweise in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 (Artikel 16 Absatz 2) verankert ist. Durch das 37. Strafrechtsänderungsgesetz vom 11. Februar 2007 wurde Zwangsverheiratung ausdrücklich als ein besonders schwerer Fall von Nötigung mit Androhung einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren unter Strafe gestellt.

Zwangsheirat ist auch im Freistaat Sachsen eine messbare Realität, insbesondere in den Ballungsgebieten Leipzig, Chemnitz und Dresden. Als Maßnahmen zur Verhinderung von Zwangsheirat und dem Schutz der potentiellen und betroffenen Opfer wurde ein praktikables Netzwerk aus regionalen Partnern, die in ihrer Praxis mit dem Thema befasst sind, ins Leben gerufen.  

Dieses Lokale Bündnis gegen Zwangsheirat arbeitet seit Dezember 2009 in Leipzig, Dresden und Chemnitz.