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Gleichstellungsbeauftragte

Im Freistaat Sachsen gibt es neben den in und für Dienststellen tätigen Frauenbeauftragten (§ 18 SächsFFG), zahlreiche Gleichstellungsbeauftragte, deren Tätigkeit direkte Außenwirkung auf die Bürgerinnen und Bürger hat.

Kommunale Gleichstellungsbeauftragte

Nach § 64 der Gemeindeordnung für den Freistaat Sachsen in Verbindung mit § 60 der Landkreisordnung für den Freistaat Sachsen sind in Gemeinden mit eigener Verwaltung Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. In Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern sowie in den Landkreisen soll ihre Tätigkeit hauptamtlich sein. Sie sind unabhängig und weisungsfrei. Näheres regeln die Hauptsatzungen. Näheres zur Arbeit der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, aber auch Grundlegendes zu Gleichstellungsfragen finden Sie im Handbuch für kommunale Gleichstellungsarbeit in Sachsen. Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten sind im Freistaat Sachsen in der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Sachsens organisiert.

Gleichstellungsbeauftragte der Landesdirektion

In der Landesdirektion ist das Amt einer Gleichstellungsbeauftragten zu besetzen. Die Gleichstellungsbeauftragte hat ihren Sitz in der Landesdirektion Dresden. Zu ihren Aufgaben gehört neben der fachlichen Unterstützung der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten auch die Förderung und Beratung von Frauenvereinen, -verbänden und -vereinigungen sowie Existenzgründerinnen. Darüber hinaus ist sie in zahlreichen Gremien tätig und arbeitet mit dem Referat Gleichstellung im Geschäftsbereich der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz eng zusammen.

Gleichstellungsbeauftragte an Hochschulen

Die Wahl und Tätigkeit der Gleichstellungsbeauftragten an den Hochschulen im Freistaat Sachsen beziehungsweise innerhalb der einzelnen Fakultäten richtet sich nach § 55 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes. Die Gleichstellungsbeauftragten wirken auf die Herstellung der Chancengleichheit für Frauen und Männer und auf die Vermeidung von Nachteilen für weibliche Mitglieder und Angehörige der Hochschule hin. Sie unterbreiten Vorschläge und nehmen Stellung zu allen die Belange der Gleichstellung an der Hochschule berührenden Angelegenheiten, insbesondere in Berufungsverfahren und bei der Besetzung der Stellen des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals.